Das Gutshaus und seine Geschichte

1729 gründete Herzogin Auguste auf der Finkenthaler Gemarkung eine Meierei, um welche das Gutsdorf "Neuer Hof" entstand.
Das Dorf wurde später in "Fürstenhof" umbenannt.

Anfangs erfolgte die Verwaltung dieser herzöglichen Domäne durch die Nachbardomäne in Schlutow.

Erst 1882/ 1883 wurde die Domäne Fürstenhof erbaut, erhielt dann im Jahr 1885 ihre komplette Selbstständigkeit und wurde bis 1945 von den jeweiligen Pächtern eigenständig bewirtschaftet. Der Schwerpunkt lag im Ackerbau, der Milchwirtschaft und der Pferdezucht.

Ab 1945 wurden die landwirtschaftlichen Flächen der Domäne Fürstenhof nicht mehr zentral vom Gutshaus verwaltet, sondern an einzelne Bauern vergeben und später zu einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft zusammengefasst.

Das Gutshaus samt anliegenden Nebengebäuden wurde an vier verschiedene Familien übertragen und einige der Wirtschaftsgebäude zu Wohnhäusern umgebaut.

1998 wurden die inzwischen unbewohnten Wirtschaftsgebäude abgerissen.

Das Gutshaus selber stand bis Anfang 2002 einige Jahre leer.
Anschließend wurde es behutsam und nach ökologischen Kriterien unter Wahrung der historischen Bausubstanz wiederhergestellt.
Heute vereinen sich im Gutshaus Fürstenhof moderne Annehmlichkeiten mit der ursprünglichen Atmosphäre.

Für interessierte Besucher steht eine umfangreiche Archivsammlung zur Verfügung.

Seit 2003 ist die Domäne Fürstenhof ein selbstständiger ökologischer Landwirtschaftsbetrieb und bewirtschaftet wieder einen Teil der ehemaligen 250 ha landwirtschaftliche Fläche.